Spürbare Unterschiede zwischen den Fahrzeugen – Sehr überzeugende Fahrphysik
Ja Leute, was soll ich euch sagen? Die Fahrphysik des Spiels ist sehr gut gelungen. Die Fahrzeuge verhalten sich eigentlich so, wie man es sich vorstellen würde. Die größten Unterschiede sind allerdings bei einem Gruppensprung der Fahrzeuge spürbar. Ein Gruppe B Fahrzeug, wie der Audi Quattro S1 bollert stärker durch die Wälder als ein BMW 2002. Und mit “bollern“ meine ich nicht nur den Sound. Die Leistungsunterschiede sind spürbare, sowie auch die Traktion auf dem Unterboden. (Ebenfalls sind die Unterschiede bei den Unterböden sehr gut spürbar.) Feingefühl am Gamepad sollte man manchmal schon etwas haben. Achja… Und Disziplin wäre auch nicht schlecht. Der Rausch der Geschwindigkeit kann schnell dazu führen, eine große Sprungkuppe verkehrt einzuschätzen, um dann letztendlich im Unterholz zu laden. Obwohl das Spiel keinen sichtbaren Schaden an den Fahrzeugen hat, so sind Schäden an Fahrzeugteilen doch recht gut spürbar. An dieser Stelle muss ich allerdings auch erwähnen, dass die Stärke der Schäden auch vom eingestellten Schwierigkeitsgrad abhängig ist. Diesen lege ich vor jeder Rally, zusammen mit der KI-Schwierigkeit neu fest. Die Balance zwischen richtiger Schwierigkeit ist zwar unterhalb eines schweren Spiels, jedoch ideal für Anfänger. Übrigens gibt es in diesem Rally-Spiel auch keinen Co-Piloten, welcher den Streckenverlauf vorließt. Jedoch wäre dieser bei der verwendeten Kameraansicht eh etwas überflüssig.
Eine besondere Karriere und vieles für nebenher
Karrieren können spannend oder auch langweilig sein. Bei art of rally ist das etwas anders. Ohne eine Erstellung eines Charakters, sondern nur mit der Auswahl eines Fahrzeugs der entsprechenden Zeit, geht es von 1967 von Jahr zu Jahr durch alle geschichtlichen Zeiten des Rallysports. (Geordnet allerdings nach Gruppen: Gruppe 2, Gruppe 3, Gruppe 4, Gruppe b, Gruppe s und Gruppe a.) Begleitet wird das Ganze von moderaten Hintergrundtexten, welche zwar nicht allzu viel Informationen vermitteln aber dennoch die Rahmenbedingungen der Zeit nahebringen. Ab hier fahre ich dann mehrere Etappen auf verschiedenen Rallys quer über alle fünf vorhandenen Länder. Und von Jahr zu Jahr bekomme ich entsprechend meiner Leistung ein neues Fahrzeug und eine neue Lackierung. (Letztere meistens für ein Fahren ohne die Neustart-Funktion genutzt zu haben.) Eigentlich bin ich kein Freund von Freispiel-Features, doch irgendwie störte es mich bei art of rally überhaupt nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass bereits meine persönlichen Highlight-Fahrzeuge in den sehr frühen Jahren bereits vorhanden waren und ich somit rasch Spielspaß entwickelte. Neben neuen Fahrzeugen schalten sich aber nach und nach die Länder frei.
Was einem übrigens noch einen gewissen Ansporn gibt, ist die ständige Anzeige der aktuellen Ranglistenplatzierung und die Verbesserung in Prozent. Das weckte, zumindest bei mir, eine Art richtiges Konkurrenzdenken. Die Karriere bietet im Verlauf der Jahre auch immer größere Rallys an, mit mehreren aufeinanderfolgenden Stages. Diese rufen dann auch mal den Service auf den Plan. In diesem kann ich via Punkte-System, Teile am Fahrzeug reparieren oder dieses selbst säubern lassen. Ich kann allerdings nur so viele Punkte einsetzten, wie mir zur Verfügung stehen. (Eine Überziehung der 45 Minutenregel wird aufgrund des Punkte-Systems ausgeschlossen.) Abseits der eigentlichen Karriere bietet das Spiel noch die Freie Fahrt, in der ich jedes Land (sobald freigeschaltet) frei erkunden und Sammelobjekte finden kann. Daneben gibt es noch Zeitfahren, benutzerdefinierte Rallye und Online-Events. Einen Head-to-Head Mehrspieler bietet das kleine nette Spiel nicht. Dafür aber eine sehr ordentliche und zuverlässige Bestenliste. Diese steht natürlich beim Zeitfahren deutlich stärker im Fokus als bei der normalen Rally. Komme ich zu dem Online-Part des Spiels: Online-Events. In diesem werden mir ein wöchentliches und ein tägliches Event angeboten. Beim Anklicken des jeweiligen Modus gibt es kaum wirkliche Informationen zum anstehenden Rennen, außer Ablaufzeitpunkt und die Bestenliste. Land, Strecke, Tageszeit, Wetter und Fahrzeug geben die Entwickler bei diesen Events vor. Das Ziel ist natürlich auch hier, der Kampf gegen die Zeit.