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Wenige Orte in Azeroth sind so beispielhaft für diese Philosophie wie das Schattenhochland in den östlichen Königreichen.
Das Hochland war schon immer eine Brutstätte dauernder Umstürze, in der Völker und Fraktionen scheinbar ohne Unterlass gediehen, zerbrachen und sich veränderten. Die Festungsstadt Grim Batol hat nicht weniger als drei mächtige Fraktionen beherbergt: Die Zwerge des Wildhammerklans, die ihre Heimat verließen, nachdem ein Fluch der Dunkeleisen sie unbewohnbar gemacht hatte; der rote Drachenschwarm, der in der Gefangenschaft des Orcischen Drachenmalklans gezwungen war, für die Horde zu kämpfen, und natürlich der Drachenmalklan selbst, der aus Grim Batol vertrieben wurde, als sich der rote Drachenschwarm endlich von seinem Joch befreite.
Der Drachenmalklan klammert sich nun an die Ausläufer des Hochlands. Sie sind nicht weniger wild und schwierig im Umgang als zu den Zeiten, in denen sie Grim Batol beherrschten, aber ihr Wissen über Drachen und Kriegskunst ist von unzweifelhaftem Wert, besonders inmitten des Chaos des Kataklysmus. Die Wildhammer leben in bewaldeten Außenposten in den Bergen des Hochlands; obwohl sie der Allianz lange in Freundschaft verbunden waren, haben sie gerade erst begonnen, darüber nachzudenken, sich mit Sturmwind und Eisenschmiede zu verbünden – dank der Bitten ihrer Verwandten, dem Bronzebartklan. Selbst der mächtige rote Drachenschwarm hat in den letzten Monaten schwer gelitten: seine Mitglieder wurden von dem rasenden, erneut aggressiven schwarzen Drachenschwarm dezimiert, der unermüdlich aus dem versteinerten Obsidianwald heraus angreift.
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Obwohl der Gegend in ihrer Geschichte viele Namen gegeben wurden, erhielt sie den Namen „Schatten“ nur dank der Vorherrschaft ihrer neuen Herrscher. Die fanatischen Kultisten des Schattenhammers sind zwar von dem Namen angetan, aber das Land, das sie als ihren Hauptsitz gewählt haben, hat wichtigere Merkmale. Es ist von riesigen Berggipfeln umgeben, die am Himmel zu kratzen scheinen wie Fingernägel, was eine Invasion über den Landweg praktisch unmöglich macht, und die schwarzen Glasstrände des Hochlands sorgen dafür, dass Seeangreifer von Schrecken ergriffen werden; Schiffe, die an der Halbinsel festmachen, riskieren es, auf Grund zu laufen.
Noch wichtiger sind dem Kult jedoch das Versprechen des Todes allen Lebens in der Welt und die Veränderung, die das Land durchdringt. Im Halbdunkel des Hochlandes sind die Schatten tiefer. Die Sonne und der Rest von Azeroth scheinen weit entfernt. Die Elemente selbst sind ausgeprägter: Feuer brennen heißer; der Regen schlägt in den Boden ein; das Wogen und Erschauern der Erde selbst erinnern an ein gigantisches Wesen, das sich unter der Erde bewegt. All das erfüllt die Mitglieder des Schattenhammerklans nicht mit Furcht; es wiegt sie in den Schlaf.
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Diese dunklen Flüsterer haben das Hochland aus gutem Grund als Basislager gewählt. Sie können die Präsenz der Alten Götter in der Luft spüren und ihren Sieg in der Dunkelheit sehen. Die sich wandelnde Landschaft, die sich bekriegenden Fraktionen und bösartigen Elemente verkörpern die Vision des Kultes davon, wie seine Welt sein wird, wenn Leben und Ordnung endgültig aus ihr beseitigt wurden, und der Rest von Azeroth wird dem Schattenhochland in das Vergessen folgen, komme was wolle.