Erstelle Fahrpläne, Plane deine Zeiten für den Profit und habe den Zustand deiner Laster im Auge
TransRoad USA kann über weite Strecken mit verschiedenen, teils frischen, Elementen glänzen. In der Tat ja! Zum Beispiel bei den Fahrplänen. Am unteren Rand des Spielbildschirms können in acht Slots bis zu drei Aufträge aneinandergereiht werden. Die zugeteilten Trucks, welche ich einfach von der Truckliste auf der linken Seite in den Auftrag hineinziehe, fahren die Aufträge dann nach und nach ab. Aber genau hier gibt es auch eine kleine Falle, denn nicht selten wurde ich böse überrascht, als der Laster die Frist nicht mehr einhalten konnte. Die meisten Aufträge, welche in der ersten Zeit angeboten werden, sind recht eng angesetzt. Ein Ausfall des Lastwagens durch mangelnde Wartung oder einfach zwei Laster zu viel, können den Zeitplan nach hinten schieben. Und dabei zeigt mir das Spiel schon in einer entsprechenden Grafik die Verladezeit, die benötigte Zeit für eine Tour mit einem langsamen und einen schnellen Lastwagen an. Im Grunde bekomme ich schon die wichtigsten Informationen vorgestellt und kann sogar die Spielzeit anhalten. (Durchaus besteht die Möglichkeit die Zeit zu beschleunigen.) Zusätzlich zeigt die entsprechende Grafik auch den Profit, die Kosten und einige weitere wichtige Details an. Der Titel aus dem Hause Deck 13 ist meiner Meinung nach nichts für nebenher, denn zu schnelle Entscheidungen können einen rasch teuer zu stehen kommen.
Wer Aufträge einfach so Annullieren will, der wird sogar fast doppelt bestraft. Die Kosten für die Strafe sind um das doppelte höher, als wenn ich den Auftrag nicht fristgerecht schaffe. Zudem gesellt sich noch ein fünffacher Abzug der Rufpunkte bei beiden Parteien. Gehe ich nun zum Thema Lastwagen und Wartung. Sicherlich unterliegen alle Lastwagen dem zunehmenden Verfall durch die gefahrenen Kilometer... ähh Entschuldigung Meilen! Überschreite ich nun die angegebene Wartungskilometer, so kann es vorkommen das der Laster einfach liegenbleibt. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch Zeitraubend und teuer! Mehrfach musste ich eine brenzlige Situation mit Änderungen der Prioritäten meiner Aufträge meistern und auch nur weil ich vergessen hatte die Wartung einzuhalten. Ein kleiner Hinweis darauf, das dass Fahrzeug zeitnah zum nächsten Händler (welcher auch Werkstatt ist), liefert mir das Spiel mit einem Schraubenschlüssel über dem Laster. Abgesehen davon kann ich sämtliche Details über die Truckliste aufrufen. Im späteren Spielverlauf hatte ich finanziell, als auch vom Level her, die Möglichkeit mein Hauptquartier auszubauen.
Dies hat den Vorteil, das ich nun endlich auf breiter Fläche Werbung schalten konnte. Ich persönlich empfand diese allerdings als schwach wirkend, sodass ich mich nicht lange damit beschäftigte. Was ebenfalls für einen wachsenden Fuhrpark wichtig ist, ist der Ausbau der Fahrzeugslots. Jeder gekaufte oder im Betrieb laufenden Laster braucht eine Stellfläche. Diese können über das Depotmenü hinzugekauft werden. Anfangs können die Stellflächen nur beim Hauptquartier ausgebaut werden, doch sobald ich in den USA die ersten Depots gekauft habe, können auch hier die Trucks untergebracht werden. Neben den kaufbaren Stellflächen ist es durchaus möglich nach einem bestimmten Level die Depots mit einer kleinen Werkstatt ausstatten. Somit kann ich meine Lastwagen schneller und kostengünstiger warten, als wenn ich immer zum Truck-Shop fahre. Was mir insgesamt noch fehlte waren Aufrüstungsmöglichkeiten für die Lastwagen selbst und bessere Verhandlungsmöglichkeiten beim Fahrer, denn wenn ich dem seine gestellte Forderung für die Lohnerhöhung nicht bewillige, beendet er sein Arbeitsverhältnis ohne groß nachzuhaken.
Grafik und andere technische Feinheiten
Wie du sicher auf den Screenshots gesehen hast, variiert die Grafik des Spiels aus mehreren Zoom Ebenen, wobei alles viel lebendiger wird, wenn man herein scrollt. So kann ich meine Lastwagen direkt auf der Straße beim Fahren oder Be- und Entladen beobachten, als auch von weiter Oben ihre Routen kontrollieren. (Die Kamera kann bei der Nahansicht auch geschwenkt werden.) Die Routen legt das Spiel im übrigen alleine fest. Wie von einer Logistiksimulation gewohnt, bewegt sich die Grafik in einem gesunden Mittelmaß. Dies ergibt sich aus den fehlenden Effekten wie Wetter oder Tag/Nachtwechsel und geht weiter über einfach dargestellte Städte. Abgesehen davon, das viele Texturen immer und immer wieder auftauchen, wirken gerade die Städte nicht sonderlich real getreu. Mir fiel auch auf, das viele Städte nicht ihre typischen Wahrzeichen anbieten. Washington nicht sein Kapitol, Seatle nicht sein Space Needle und und und. Nur ganz wenige US Städte haben im Spiel eines ihrer Wahrzeichen, zum Beispiel San Francisco die Golden Gate Bridge. Insgesamt bietet TransRoad USA weit mehr als 30 Städte der USA mit verschiedenen Handelspunkten für Aufträge. Gespickt wurde das virtuelle Amerika noch mit den entsprechenden geografischen Bergen, Flüssen und Seen, sowie die fast korrekte Lage der Städte.
Für mich als Spieler gibt es noch die Möglichkeiten einzelne Depots und ein HQ zu errichten. Abgesehen von den erwähnten Grafikdarstellungen bietet das Spiel eine anständige Übersicht aller Menüpunkte, sowie vorgerechnete Details zu den Touren und eine verständliche Einweisung in die Materie. Hierbei möchte ich aber noch erwähnen, das sich viele Spielprozesse von selbst verstehen, vorausgesetzt man hat bereits schon diverse Logistikspiele gespielt. Achja... die Trucks können im übrigen auch von der Polizei angehalten werden, weshalb es besser ist auch Fahrer mit entsprechenden Lizenzen einzustellen. Weiter geht es mit dem Sound. Neben kleineren Effekten der Städte und dem Truck gibt es noch eine voll vertonte Kampagne und etwas passende Dudelmusik zum Spiel. Was mir negativ auffiel waren gelegentlich unvollständige Sätze bei den Dialogen zwischen mir und Bowmen. Sonnst ist der Sound eher eine Standardgeschichte, die kaum große Aufmerksamkeit erregt. Aber Moment! Ein besonderes Feature gibt es beim Sound jedoch schon und dies hat mich sehr begeistert. Und zwar ist es die Möglichkeit über das Radio diverse Livestreams aufzurufen.
Deck 13 haben hierbei bereits eine Vielzahl an weltweiten Sendern einprogrammiert, sodass ich nur noch das Genre aussuchen muss. Weiter geht es mit dem Gameplay, was für den Spieler von Logistikspielen recht einfach daher kommt und Neulinge etwas fordern könnte. Dank einer guten Einführung durch die Story erlernt man auch als Laie, wie das Transportwesen so funktioniert. Blicke ich nun zum Einzelspieler, welcher durchaus viele Stunden überzeugen kann. Drei Spielmodi mit unterschiedlichen Vorgaben/Zielen und Einstellungsmöglichkeiten sorgen dafür, das nicht so schnell die Langeweile eintritt. Überaus lobenswert finde ich, das der Titel auch richtige KI-Gegner besitzt und man so also einen direkten Konkurrenzkampf hat. Leider besitzt TransRoad USA keinen Mehrspieler, weder online noch offline. Im Bezug auf die Steuerung erwähne ich an dieser Stelle nur, das es außer der Maus so gut wie keine andere Tasten braucht, um den vollen Spielspaß zu erleben und somit wirkt alles recht ordentlich.
Anmerkung der Redaktion: Der Tommy aus unserer Videoredaktion hat sich dran gesetzt und für dich natürlich zwei Lets Plays zum Spiel aufgenommen.