Fahrzeugsammlung und Gadgets
Apropos Fahrzeuge! RAGE 2 bietet eine recht große Anzahl an verschiedenen Fahrzeugen. Da es viele verschiedene Clans und Gruppen gibt, ist auch die allgemeine Anzahl an Fahrzeugen in diesem Titel recht groß. Dabei lassen sich alle Fahrzeuge nicht nur unterschiedlich steuern, sondern sind auch unterschiedlich schnell und besitzen ganz verschiedene Waffensysteme. Das erste Fahrzeug, welches ich gleich zum Start bekomme, ist der Phoenix. Dieses ist das typische Ranger Fahrzeug und verfügt über eine extrem große Palette an Upgrade-Möglichkeiten, ein Feldreparatur-System (welches über das Aktivieren der Fokus-Funktion gestartet wird.) und zwei Gatling-Guns. (Später können diese via Upgrades auch gegen Raktenwerfer getauscht werden.) Die Munition für die Fahrzeuge müssen nicht unbedingt gekauft werden, sie sind auch im Ödland oft zu finden. Natürlich lassen sich die anderen Fahrzeuge auf eine gewisse Art Verbessern, allerdings wirklich nur auf einer einfachen Ebene. Der Hauptfokus liegt allerdings wirklich auf den Phoenix. Ich habe ja bereits erwähnt, daß es eine große Anzahl an Fahrzeugen gibt, doch um welche es sich handelt verriet ich bisher nicht. Auch dies ist recht einfach zu beantworten. Es gibt ein paar Bikes, einige einfache Fahrzeuge mit speziellen Waffen (die leicht und schnell sind) und dann wieder ein, zwei gepanzerte Fahrzeuge mit Schilden und Raketenwerfern. Nicht zu vergessen noch das ultimative Schlachtschiff eines Banditenanführers, welcher durch das Ödland streift. Erkennen kann man diesen nicht nur durch das Riesenfahrzeug, sondern auch an dem vielen Gefolge, welches ihn begleitet. Mit den richtigen Verbesserungen am Phoenix ist aber auch dieser auf eine gewisse Art zu knacken.
Diese rollende Festung anzugreifen und zu bezwingen hatte in meinen Augen wirklich etwas vom Film Mad Max. Alle Fahrzeuge können fast zu jeder Zeit, für einen kleinen Geldbetrag, zu meiner Position transportiert werden. Vorausgesetzt ich habe sie gekapert und direkt zur nächsten Handelsstadt gebracht. Waffen, Fahrzeuge, Umland... doch dies ist immer noch nicht alles, denn mein Protagonist besitzt noch Gadgets. Neben den bekannten wie Gesundheitsinjektionen, dem Wingstick und Handgranaten gibt es noch weitere. Dabei haben id Software diese Gadgets etwas unterteilt in Infusionen und Waffen-Gadgets. Neben der Gesundheitsinfusion kommen im Spielverlauf noch Overdrive-Infusion und Fähigkeiten-Infusion hinzu. Bei den Waffen-Gadgets handelt es sich um den erwähnten Wingstick, welcher beim Anvisieren sogar Gegner ausschalten kann, Handgranaten und Geschützdrohnen. Alle Dinge finde ich ebenfalls mehr oder weniger im Ödland. (Vorausgesetzt ihre Technologie wurde für mich schon erforscht/freigeschaltet.) Und gerade deswegen ist es wichtig, sich abseits der Missionen mal ein paar Banditen vorzunehmen, denn in ihren Verstecken lassen sich diese Dinge öfters finden. Ähnlich wie bei ein paar Fahrzeugen kann ich die Gadgets auf ein spezielles Level verbessern und sogar die Lackierungen wechseln. Diese schalte ich frei oder kann sie alternativ auch kaufen. Dazu aber gleich mehr. Gerade die Waffen-Gadgets selbst bieten mir einen gewissen Freiraum, um an die meisten Gegner lautlos heranzukommen. Was mich auf die Dauer etwas nervte, war das schnelle Reagieren der KI-Gegner. Anders als bei anderen Spielen gibt es in diesem nur “Nicht gesehen“ oder “Gesehen“ Status. Also keine Grauzonen und nichts für Stealth-Freunde. Sobald man mich sichtet, der ein Kampfalarm los. Allerdings fiel mir auf, das die KI manchmal an ihrer eigenen komplexen Umgebung scheitert. So stehen die KI-Gegner länger an einzelnen Stellen und warten förmlich darauf, bis ich vor ihrer Nase stehe. Diese Ausfälle kamen ab und zu mal vor – Ist also kein Dauerzustand.
Datenpads und unzählige Informationen
Jeder Ort in diesem Spiel bietet eine kleine Übersicht, was für “Schätze“ sich in der Nähe befinden. Neben den Archen-Kisten, normale Ressourcen-Kisten und weiteren, sind auch Datenpads abgelegt. Sie beinhalten Tagebucheinträge, Protokolle, normale Texteinträge, Hinweise auf Schätze und vieles mehr. Sie sogen dafür, das die gesamte Story, das Umland und alle Fraktionen einen gewissen Hintergrund bekommen. Teilweise werden auch persönliche Schicksale einzelner Personen ans Tageslicht gefördert. Unter dem Menüpunkt LOG kann ich mir diese Informationen erneut ansehen/anhören. Hier drunter finde ich auch meine aktuellen Missionziele, der bisherige Storyverlauf und alle sonstigen Log-Daten. (Orte, Clans...) Hinzu kommt eine Erklärung zu allen Funktionen, Fähigkeiten, Fahrzeugen und Waffen. (Im Rahmen der Tutorials) Im Grunde eine vollständige Enzyklopädie des Spiels. Interessanterweise häufe sich diese Dateneinträge recht schnell, je länger ich im Ödland unterwegs bin. Ich persönlich finde ich so eine Sammlung an Daten immer sehr gut.
Mache jederzeit Fotos – Teilweise auch sehr abgedrehte
Ein weiteres besonderes Feature im neuen RAGE 2 ist der Fotomodus. Diesen kann ich jederzeit über das Pausemenü aufrufen. Und damit meine wirklich zu jeder Zeit, selbst in Zwischensequenzen oder während ich einem Mutanten den Kopf weg baller. Neben Funktionen wie Helligkeit, Filter, Fisheye-Effekt, Sichtweite und Vignette gibt es auch vollkommen abgedrehte Rahmen, Emojis und Bildeffekte. Ein paar meiner Kreationen hast du ja bereits in den Artikelabschnitten gesehen. Eigentlich wird der Kreativität keiner Grenzen gesetzt. Doch! In einer Hinsicht gibt es eine Grenze und zwar beim Blickwinkel! Die Fotos können nur aus der Ego-Perspektive gemacht werden. Dabei ist es mir nicht möglich, selbst ein paar Zentimeter nach Rechts oder Links zu gehen. Um doch etwas heranzoomen zu können, kann ich die Sichtweite verkürzen und vergrößern. Ein freies Bewegen im Fotomodus ist allerdings nicht möglich. Schade aber die Entwickler werden sich dabei schon etwas gedacht haben. Das Teilen der Bilder geschieht über die Foto-Speicherfunktion der jeweiligen Plattform. Achja... Wie ein paar Themen zuvor schon erwähnt, bestimme ich die Helligkeit einzig durch die eingestellte Tageszeit.
Neue Waffen- und Fahrzeuglackierungen – DLC Käufe durch Coins
Keinen Online-Mehrspieler aber dafür die Kaufoptionen für weitere DLCs, so sieht das Vermarktungskonzept von id Software und Bethesda aus. Nun... wer es braucht, der kann sich Rage-Münzen für einen bestimmten Preis kaufen. Als Beispiel habe ich hier mal 2500 Münzen herausgesucht. Für diese zahlst du 19,99€. Mit den Münzen kann ich mir nun exklusive Lackierungen für meine Waffen, Gadgets und Fahrzeugen holen. Dabei handelt es sich in der Tat um exklusive Lackierungen, die ich im Spiel nicht freischalten oder freikaufen kann. Ob man das nun wirklich braucht, stelle ich einfach mal so in den Raum. Vorhanden sind verschiedene Zahlungsmengen, jedoch ist das Angebot an verschiedenen Lackierungen aktuell noch etwas klein.
Ohne Erwartungen gestartet - Mit einem grinsen beendet
Da ich den Vorgänger nun nicht kenne, ging ich als Rookie ins Spiel und muss sagen, es macht tierisch Spaß endlich einfach nur zu ballern. Die vielen Mutanten und Banditen im Ödland laden zur ständigen Ballerei, abseits der teils anspruchsvollen Missionen, ein. Überrascht war ich darüber, das die Entwickler auch einen hohen Brutalitätslevel eingeschlagen haben. Körperteile fliegen rum, Blut schießt in alle Richtungen. Gut... Vor 10 Jahren hätte man diesen Titel garantiert zensiert. Ich persönlich habe da keine Abneigung gegen und empfand es als erfrischend auch mal nicht einfache “Harmlose“ Opfer zu haben. RAGE 2 ist durchaus ein Spiel, das die Bezeichnung Action-Shooter wahrlich verdient hat, denn Stealth-Einlagen oder gar Elemente suchst du hier vergebens. Sicher gibt es auch Hinterhalt-Kills, aber die gelten nur für den ersten Angriff. Was RAGE 2 zusätzlich so besonders macht, ist die Apex-Game-Engine von Avalanche Studios. Sie leistet selbst auf der Xbox One X wirklich tolle Impressionen und Effekte. In der Tat bevorzugten die Entwickler diese Engine, anstelle der beim Vorgänger noch genutzen Engine von id Tech. Die Apex-Engine ermöglichte es dem Team, detaillierte Innenumgebungen sowie weitläufige Außenbereiche zu erstellen und uns den Übergang zwischen diesen Welten zu ermöglichen, ohne dass Ladebildschirme auftauchen. Also im Grunde: Grenzen- und Ladeübergangslos spielen. In der Tat gehen alle Bereiche des Ödland tadellos ineinander über. Ja selbst die Zugänge zu Missionen werden ganz ohne Ladebildschirm gewährt.
Durchaus ein dickes Plus! Habe ich dabei schon erwähnt, das man auch fast immer und überall speichern kann? Kontrollpunkte gibt es nur während direkten Missionen oder im Kampf. In der Praxis bleiben die Speicherpunkte bei einem fairen Verhältnis. Thema Grafik: Generell ist diese bei RAGE 2 wirklich auf einem Top Niveau. Allerdings muss ich auch erwähnen, das ich hier und da einzelne (teils lustige) Grafikfehler sah. Zumeist im Zusammenhang mit hängenden Leichen. Abgesehen davon gab es aber keinerlei größere Fehler. Das Fehlen einer Ladezeit ist bei solch einem Titel ein wahrlicher Segen. Da ich gerne mit Fahrzeugen weite Strecken fahre, konnte ich diese Engine ziemlich genau testen und was soll ich sagen? Alles läuft wie Butter in der Sonne! Weiter geht es mit dem Sound. Stimmen, musikalische Untermalung und sogar die Sounds der Fahrzeuge wirken recht real und passen sich der “fast“ perfekten Präsentation an. Die Steuerung ist der eines guten Shooter würdig und macht selbst auf der Konsole richtig Spaß. Dank ein paar Einstellungsoptionen (Was Zielhilfen und ähnliches angeht) können auch Spieler, mit wenig Shooter-Erfahrung auf Konsolen, recht gut abschneiden. Besonders gut fand ich die unterschiedliche Steuerung der Fahrzeuge.
Diese ist logischerweise von der Art des Fahrzeugs abhängig. (Leicht und Schnell oder Schwer und gut gepanzert.) Der Umfang: Eine riesige offene Spielwelt in der überall Gefahren lauern und man recht schnell in ein wahnwitziges Feuergefecht gerät. Trotz der Tatsache, das meinem Protagonisten die Waffen vorgeschrieben werden und es nur eine gewisse Anzahl an Gadgets gibt, so ist das Gameplay sehr spaßig. Vor allem aber die Ranger-Kräfte (Overload oder andere) sorgen für extrem lustige Kill-Einlagen während des Kampfes. Stealth-Elemente gibt es hier aber nicht. Entweder man geht die Konfrontation wie ein Mann ein oder man lässt es gleich ganz. Abseits der Missionen gibt es viel zu entdecken und auch zu tun, sodass wirklich keine Langeweile aufkommt. Und wer noch eine weitere Herausforderung sucht, der kann sich an unzählige Wetterrennen gegen dem Heizer vom Dienst messen, Kopfgeldmissionen absolvieren und einfach ein paar Meteoriten hinterher jagen. Eindeutig kassiert das Spiel auch bei Umfang und Gameplay viele positive Punkte. Was du vielleicht noch wissen solltest ist das es bei RAGE 2 keinen Online-Mehrspieler oder einen Kooperativ-Modus gibt. Das Spiel ist zu 100% ein Einzelspielertitel. Sicherlich wird dies einigen nicht gefallen aber ich kann versichern: Auch ohne Mehrspieler gibt RAGE 2 ordentlich Gas und zwar auf eine sehr lange Zeit.