Viele Anpassungsoptionen für den Slayer, Mehrspieler und mein Profil
Freunde von einem Profil-Levelsystem werden in diesem DOOM ebenfalls ihre Freude haben. Zusätzlich zu allem, was ich bereits aufgelistet habe, kann ich an verschiedenen Community-Herausforderungen teilnehmen. Dies betrifft den Mehrspieler als auch den Einzelspieler. Bei Letzteren läuft dies allerdings über die Meilensteine. Pro absolvierte Herausforderungen oder Meilensteine gibt es Erfahrungspunkte, die meinem Profil gut geschrieben werden. Kurzer Einwand hier: Unter dem Reiter “Booster“ lassen sich sogar Freunde mit ins Spiel einbeziehen. Nicht als aktive Teilnehmer eines Matches, sondern viel mehr als passive Punktelieferanten. Wenn ich EP Punkte mache, bekommen sie einen Teil und wenn sie EP Punkte verdienen, dann bekomme ich einen Teil. Eine klare Aufteilung, welche aber nur im Rahmen des Battle-Modus funktioniert. Insgesamt könnten aber nur bis zu drei Freunde als Booster gemeldet werden. Im Verlauf schalten sich damit Spielerabzeichen wie Symbole und Titel frei, als auch Posen, Intros, Siegesszenen und Skins für den Slayer und die Dämonen. Dies alles ist unter dem Punkt “Anpassungen“ recht frei zu finden. In diesem Menü lassen sich auch alle verfügbaren Monster für den Mehrspieler anpassen. Also nicht nur den Slayer selbst. Doch wozu die Darstellung meines Profils mit einer persönlichen Note? Die Antwort ist recht einfach und bezieht sich auf den Mehrspielerpart des Titels. Eine gute Eigenpräsentation ist schon etwas Feines. Wie ich bereits angeschnitten habe, kann ich auch meinen Slayer mit Skins und weiteren Dingen ausstatten. Bei ihm kommt allerdings noch die Option hinzu, die Skins aller vorhandenen Acht Waffen zu verändern. Die Veränderung der Skins wird zusätzlich auch auf dem Singleplayer übernommen! Vorbesteller der Deluxe Edition durften bereits früh auf ein paar Skins im Retro-Design zurückgreifen.
Der Battle-Modus – Mehr als nur Deathmatch
Der ultimative Kampf zwischen Wächterheld (dem Slayer) und den Höllendämonen ist nach der finalen Schlacht auf der Erde noch lange nicht vorbei, denn im Rahmen des Online-Mehrspielermodus “Battle-Modus“ treten fünf der bekanntesten Höllendämonen auf einen Slayer, der sie im Match besiegen muss. Kaum zu glauben, aber der Mehrspieler ist doch ziemlich komplex. Zumindest wenn man von dem kleinen Umfang ausgeht. Der Spieler, welcher den Slayer steuert, muss gegen zwei (ebenfalls von anderen Spielern gesteuert) Höllendämonen antreten. Während dem Wächterheld die üblichen Ausrüstungen und Waffen zur Bekämpfung der Höllenwesen zur Verfügung stehen, greifen die Höllendämonen auf etwas fiesere Methoden zurück. Sie können nicht nur selbst in den Kampf ziehen, sondern noch andere “jedoch niedere“ Dämonen heraufbeschwören. Wie beschreibt es das Spiel so schön: Die Steuerung des Slayers erfordert ausgeklügelte Fähigkeiten. Den Dämonen werden Strategie und Teamwork abverlangt. Und in der Tat konnte ich alleine nicht viel gegen den Slayer ausrichten. Es erforderte da schon ein gewisses Mitdecken und Zusammenspiel zwischen mir und den anderen Höllendämonen-Spieler. Im Grunde ist dieser Modus wirklich keine schlechte Wahl und wahrlich einmal was Frisches unter den Shootern. Allerdings bleibt der richtige Reiz da nur den wirklichen DOOM-Fans vorbehalten. (Jene Aussage kann man auch auf die Kampagne beziehen. Denn nur wer Stufenweise die Messlatte höher legt und dem immer wieder frischere Level egal sind, dem wird auch DOOM Eternal über sehr sehr lange Zeit glücklich machen.) Nicht verkehrt verstehen: Die Kampagne ist schon wirklich lang und gut gelungen, allerdings ist ein linearer Levelverlauf und eine feste Anzahl an Level im Zeitalter des Open-World (-Wahnsinns) keine Alltäglichkeit mehr.
Und genau hier baut DOOM auch auf dem auf, was es so gut präsentieren kann: Ständig steigende Herausforderungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Was meinst du, wie ein Level wirkt, wenn man nur eine Schwierigkeitsstufe erhöht? Doch nun aber zurück zum Mehrspieler. Auch wenn dieser auf dem ersten Blick recht komplex wirkt, so gibt es ein vorbildliches Tutorial zum Spielmodus selbst und zu jedem Höllendämon. Das diese jeweils ein extra Tutorial bekommen haben, ist gar keine schlechte Idee, denn schließlich besitzen alle ganz verschiedene Optionen und Angriffe. Darüber hinaus bietet das Spiel unter dem Punkt Loadouts noch eine Auswahl an verfügbaren Fähigkeiten und Aktionen an. Dabei teilt sich allerdings die Auswahl zwischen Slayer und Dämonen etwas. Der Slayer besitzt die Optionen Fähigkeiten und Waffenmodifikationen. Beide Optionen können frei belegt werden. Im Gegensatz zum Slayer lege ich bei den Dämonen andere Dinge fest. Da heißt es Fähigkeiten und Aktionen. Bei ersteren können allerdings nur Rundenverbesserungen festgelegt werden und bei Aktionen die grundlegenden Features des Dämons. Allerdings habe ich hier keine freie Einstellungsoption, sondern greife viel mehr auf vorgegebene Einstellungen zurück. Übrigens sollte man die Loadouts vor dem Match bestimmen, denn während der Sitzung ist eine Änderung nicht möglich. Komme ich am Ende noch auf ein paar wichtige Fakten. Der Battle-Modus ist der einzige Mehrspielermodus in DOOM Eternal. Schade eigentlich, denn etwas mehr hätte es schon sein dürfen. So oder so: Mir gefällt es – Zumindest wenn ich den Slayer spielen musste. Matches können als Online- oder Privates Match gestartet werden. Die Kämpfe selbst werden als 2 vs 1 auf sechs Karten ausgetragen. Dabei gehen die Matches über mehrere Runden. Die vorherige Bestimmung der Aktionen und Fähigkeiten ist durchaus über weite Strecke elementar auf dem Weg zum Sieg. (Gefällt mir an dieser Stelle auch sehr!)
DOOM 64 – Wie ein N64 Klassiker seinen zweiten Frühling erlebt
Separat erhältlich, als auch als kostenlose Zugabe für Vorbesteller, können sich Fans über die zusätzliche Lieferung von DOOM 64 freuen. Dieser Klassiker ist die optimierte Fassung des 1997 auf Nintendo 64 veröffentlichten DOOM-Titels. Für einige ist dieser Titel der wahre DOOM 3 Teil und da liegen sie auch nicht so weit entfernt. Denn in der Tat baut die Story auf den Geschehnissen des DOOM 2 auf. Schade nur, dass es damals eine Art “Exklusivität“ mit Nintendo dazu gab. Für die damalige Umsetzung waren übrigens Midway Games San Diego zuständig. Id Software behielt sich die Option aber offen, bei vielen Sachen mitzubestimmen. Auf jedenfall ist diese Fassung, selbst 23 Jahre nach dem erstmaligen Release, ein wahrer Genuss. Übrigens ist teilweise eine leichte Optimierung noch untertrieben. Einige Texturen wurden auf gesundes Niveau gehoben, ohne dabei das damalige Flair zu zerstören. In diesem geht es auch ganz nach DOOM-Manier durch endlose Gänge und man trifft regelmäßig auf die Dämonen der Hölle. Die leichte Optimierung macht dem netten Retro-Gefühl nichts aus, sodass DOOM 64 durchaus ein Muss für alle DOOM Fans ist.